Was ist CSR?

Blue Monday

Februar 05, 2020

Definition: CSR: Die Verantwortung eines Unternehmens, für die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die Umwelt und Gesellschaft.

Corporate Social Responsibility beruht auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit und setzt sich deshalb auch aus sozialer, ökonomischer als auch ökologischer Komponente zusammen.
Das heißt, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden, sollten diese Elemente in der Kernstrategie des Unternehmens eingebaut werden.
Im Unterschied zu Nachhaltigkeit, bezeichnet CSR nur den spezifischen Beitrag eines Unternehmens, nachhaltig zu wirtschaften.

Ganz klar, geht es darum, wie Gewinne erwirtschaftet werden und nicht was mit ihnen geschieht

CSR ist keine Spendenaktion. Stiften, Spenden, Sponsern oder Philanthropie fallen unter Corporate Citizenship. CSR hingegen, ist ein Managementansatz. Um für mehr Transparenz in diesem Bereich zu sorgen, müssen Unternehmen diese sozialen und ökologischen Informationen (in Österreich seit Dezember 2016) offenlegen.
Betroffen sind davon große Unternehmen, von öffentlichen Interesse, die mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen.

Ein Prozent für die Umwelt

Die Marke Patagonia ist bereits seit 1985 Vorreiter in Sachen Umweltschutz. 2002 rief der Gründer „1% for the planet“ ins Leben- ein Zusammenschluss von Unternehmen, die sich dazu verpflichten, ein Prozent ihres Umsatzes dem Umweltschutz zugute kommen zu lassen. 2016 setzte Patagonia noch eins drauf: Am Black Friday erhöhten sie den Anteil, der an unseren Planeten geht, von 1% auf 100%. Statt geplanten 2 Millionen USD Einnahmen, verkauften sie an diesem Tag Waren im Wert von 10 Millionen USD und spendeten also die 5-Fache Menge für unsere Umwelt.

Großzügigkeit ist wichtig für das Unternehmen, die Mitarbeiter und den Kunden

Spätestens in 2020 wollen Kunden Produkte kaufen, die auch ihren persönlichen Werten entsprechen.
Wenn Patagonia auf der Website schreibt „Unsere Werte basieren auf dem minimalistischen Lebensstil von Kletterern und Surfern und die Einfachheit und Nützlichkeit, die sie leben.“ - ist das für den Kunden nachvollziehbar.
Hinzu kommt das Produkt selbst. Yvon Chouinard, der Gründer selbst, betont immer wieder, dass sie das Ziel noch nicht erreicht haben. Schritt für Schritt werden die Tätigkeiten rund um die Herstellung der Kleidung verbessert. Das Ziel haben auch sie noch nicht erreicht, aber der Weg sei Teil der Reise, so Chouinard.
Dazu gehöre das ständige Verändern und Verbessern von unternehmerischen Tätigkeiten. Wichtig sei es dabei auch, „Learnings“ zu teilen, um gemeinsam schneller an das Ziel zu kommen: Als Unternehmen, Produkte herzustellen, die keinen Schaden für unseren Planeten verursachen.

Nachhaltige Arbeitgeber gefragt

Auch bei der Wahl des Arbeitgebers spielt Nachhaltigkeit eine Rolle. Laut einer Studie (Bain and Company: https://www.bain.com/insights/the-big-green-talent-machine) würden 15% der Angestellten in Industrie- und Schwellenländern ein höheres Gehalt aufgeben, um für ein “grünes” Unternehmen zu arbeiten. 70% der Befragten geben an, dass ihnen faire Arbeitsbedingungen und der schonende Umgang mit der Umwelt am Herzen liegen. Und mehr als die Hälfte der unter 40-jährigen Jobsuchenden legt bei der Wahl eines Arbeitgebers Wert auf eine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie. Die Wichtigsten Punkte dabei sind: der Verzicht auf Kinderarbeit, eine Senkung der Emissionen sowie umweltgerechtes Verhalten im Alltag.
Die Rolle eines Unternehmens ist somit auch ein wichtiger Bestandteil der Employer Brandings.

Aus Gewohnheiten ausbrechen

In jedem Kontext, erfordert Innovation Kreativität. Auch neue Arten, ein Unternehmen zu führen, erfordert ein Umdenken und so genanntes “out of the box thinking”. Möglicherweise fällt das Startups noch leichter, da sie diese Werte von Anfang an einbinden können. Es ist jedoch nie zu spät, die Art und Weise, wie man wirtschaftet zu überdenken, einen anderen Weg einzuschlagen.

Um Gutes zu tun, muss man tatsächlich etwas tun

Airbnb ist ein gutes Beispiel um zu zeigen, wie das Zusammenspiel eines Unternehmens mit der Gesellschaft funktionieren kann. Natürlich ist Airbnb in der Sharing Economy abhängig von ihrer Community. Sie machen aber auch alles richtig, um ihre Community zu pflegen, sie von ihren Werten zu überzeugen und sie somit auch an sie binden. Auf der Website von Airbnb können unzählige Projekte gefunden werden, wo das Unternehmen ihren sozialen Einfluss beweist. Beispielsweise, bietet Airbnb kostenlose Unterkünfte für die Opfer von Umweltkatastrophen. Diese gute Tat kommt Menschen zugute, die in Not sind. Die Helden dieser Aktion sind natürlich auch die Gastgeber, die diesen Menschen eine Unterkunft zur verfügung stellen. Doch würden die Menschen auch so aufgeschlossen sein, ohne den Abwicklungsprozess von Airbnb? Immerhin sind das fremde Menschen, denen sie ein Zuhause geben. Airbnb setzt hier eine Innovation an der richtigen Stelle ein und trägt daher erheblich zum Wohl der Menschen bei.
Würde Airbnb nur basierend auf Einnahmen arbeiten, würden sie wahrscheinlich die Zahl der Gäste und Gastgeber irgendwann nicht mehr steigern können.

Die Aufgabe von Unternehmen ist es, Kundenbedürfnisse zu erfüllen und dabei trotzdem profitabel zu sein. Wachstum ist für ein Unternehmen dann sichergestellt, wenn man sich der wohl größten Herausforderung der Menschheit stellt, in einer profitablen Art und Weise. Innovativ, ethisch, verantwortungsbewusst und glaubwürdig. Wer das schafft, kann wahrhaft stolz auf sich sein. (Wendy Woods)

Der Zweck der Existenz

Der Grund für das Dasein wird immer wichtiger. Kunden kaufen bewusster ein, und wollen sich somit auch mit dem Produkt und der Herkunft der Produkts identifizieren. Die Geschichte, die ein Unternehmen erzählt, spielt eine wichtige Rolle. Sind die Kunden überzeugt von der Brand, der Geschichte dahinter, den Werten,… werden sie das auch gerne teilen. Und das sogar voller Motivation: in Instagramposts, Instagramstories, sie werden es ihren Freunden erzählen, und höchstwahrscheinlich auch wieder kommen um etwas zu kaufen. Ein voller Erfolg.

Der Klimawandel ist ein globales Problem und betrifft uns alle. Let’s do our part!
Hast du schon deine Rolle gefunden? Wie leistest du als Person oder Unternehmen deinen Beitrag? Lass es uns wissen.

Ressourcen:
https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Was-ist-CSR/Grundlagen/Nachhaltigkeit-und-CSR/nachhaltigkeit-und-csr.html
https://www.onepercentfortheplanet.org
https://www.wko.at/service/noe/umwelt-energie/Nachhaltigkeits--und-Diversitaetsverbesserungsgesetz.html
https://www.youtube.com/watch?v=_7t6Ry4PlTo
https://www.karriere.at/blog/csr-recruiting.html
https://www.bain.com/insights/the-big-green-talent-machine


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